Was ist Glutathion?

Glutathion ist ein schwefelhaltiges Tripeptid – ein kleines, lebensnotwendiges Eiweiß aus drei Aminosäuren. Es kommt von Natur aus im gesamten menschlichen Körper vor. Der gesunde Organismus kann Glutathion aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin selbst synthetisieren. Gleichzeitig nehmen wir es auch mit der Nahrung zu uns. Besonders reich an Glutathion sind Brokkoli, Petersilie und Spinat.

Die Leber als „Entgiftungsorgan“ weist von allen Organen die höchste Glutathion-Konzentration auf. Von hier wird das Eiweiß in den Blutkreislauf abgegeben. Es ist an entscheidenden Stoffwechselvorgängen beteiligt, ohne die wir nicht existieren könnten.

Glutathion kommt im Körper in zwei Formen vor: als aktives, reduziertes Glutathion (G-SH) und als oxidiertes Glutathion (G-S-S-G). In gesundem Zustand beträgt das Verhältnis von reduziertem zu oxidiertem Glutathion etwa 400 : 1. G-SH und G-S-S-G zusammen bilden ein biologisches Redoxsystem, also ein Zusammenspiel aus Reduktion und Oxidation, aus Elektronenaufnahme und Elektronenabgabe. Das Glutathion-Redoxsystem gilt als das wichtigste Entgiftungssystem des menschlichen Organismus.

Je älter wir werden, desto geringer werden die Glutathion-Vorräte des Körpers. Ob ein erhöhter Glutathion-Verbrauch oder eine verminderte Glutathion-Produktion hinter diesem Phänomen stehen, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

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