Was ist S-Acetylglutathion?

S-Acetylglutathion (engl. Acetyl Glutathion) ist ein Derivat des reduzierten Glutathions, das heißt dessen „chemischer Abkömmling“. Seine heutige Bedeutung erlangte S-Acetylglutathion durch die wissenschaftliche Forschungsarbeit von PD Dr. med. habil. Gerhard Ohlenschläger: Dieser nutzte das pharmakologische Verfahren der Acetylierung, um das sehr labile reduzierte Glutathion (G-SH) zu stabilisieren.

 


Abb. 1: Reduziertes Glutathion (G-SH). Die bindungsfreudige SH-Gruppe bewirkt, daß der Stoff im Körper sehr schnell oxidiert (Halbwertszeit nur 1,6 Minuten4,5). Ein therapeutischer Einsatz ist nicht sinnvoll.

 


Abb. 2: S-Acetylglutathion nach Dr. med. Gerhard Ohlenschläger® (engl. Acetyl Glutathione). Die SH-Gruppe ist vor Oxidation geschützt. Der Wirkstoff kann unbeschadet in die Zelle gelangen und ist damit hochgradig bioverfügbar – Voraussetzung für eine effektive und nachhaltige Therapie.

In verschiedenen Arbeitsschritten wird dabei aus reduziertem Glutathion zunächst die Feinchemikalie S-Acetylglutathion (S-Acetyl-L-Glutathion) und schließlich der pharmazeutische Wirkstoff S-Acetylglutathion. Erst in dieser Endform als pharmazeutischer Wirkstoff, der für die Anwendung am Menschen freigegeben ist, sind höchste Qualität und Reinheit gewährleistet. Der Wirkstoff ist sicher gegen eine unerwünschte vorzeitige Oxidation (z. B. durch freie Radikale) geschützt. Der zweite positive Effekt: Der Körper erkennt den „maskierten“ Wirkstoff auf seinem Weg an den Zielort nicht – die noch vorhandene körpereigene Glutathion-Produktion wird daher nicht beeinträchtigt.

Das pharmazeutisch aufbereitete G-SH kann somit in idealer Dosierung (als Pulver, Kapseln oder Tabletten) unbeschadet zur Zelle gelangen und die Zellmembran passieren. Innerhalb der Zelle wird es von Zell-Enzymen (Esterasen) wieder in reduziertes Glutathion umgewandelt und steht dem Zellstoffwechsel zur Verfügung.

Daher ist der pharmazeutische Wirkstoff S-Acetylglutathion der Wirkstoff der Wahl, wenn es um eine effektive Erhöhung des intrazellulären Glutathion-Spiegels geht, z.B. bei Fatigue-Symptomen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Die Herstellung des pharmazeutischen Wirkstoffes S-Acetylglutathion (engl. Acetyl Glutathion), wie er exklusiv in Eumetabol® enthalten ist, ist in einer Drug Master File nach nationalen Richtlinien und Standards der FDA (Food and Drug Administration, US-Gesundheitsbehörde) spezifiziert. S-Acetylglutathion wird gemäß den darin beschriebenen Verfahren und Methoden nach den Regeln der Good Manufacturing Practice (GMP) hergestellt und geprüft. Die Herstellung nach GMP-Richtlinien gewährleistet eine einheitlich hohe Produktqualität und höchste Sicherheit bei der Einhaltung aller Vorgaben, die durch die Gesundheitsbehörden aufgestellt wurden. Qualitäts-Abweichungen und damit einhergehende Gefahren für den Verbraucher können ausgeschlossen werden. S-Acetylglutathion nach Dr. med. Gerhard Ohlenschläger® ist unter der Pharmazentralnummer 215 2004 verzeichnet. Die Dosierung und Darreichungsform (Pulver, Kapseln, Tabletten) wird jeweils individuell festgelegt.


Acetylierung
Eine in der Pharmakologie häufig angewandte, unbedenkliche, aber besonders effiziente Methode zur Stabilisierung biologisch-pharmazeutischer Substanzen. Bekanntestes Beispiel ist das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS).

 

 

Quellen:
1 Cacciatore I, Cornacchia C, Pinnen F et al. Prodrug approach for increasing cellular glutathione levels. Molecules 2012;15:1242–1264
2 Fraternale A, Paoletti MF, Casabianca A et al. Inhibition of murine AIDS by pro-glutathione (GSH) molecules. Antiviral Research 2008;77:120–127
3 Vogel JU, Cinatl J, Dauletbaev N et al. Effects of S-acetylglutathione in cell and animal model of herpes simplex virus type 1 infection. Med Microbio Immunol 2005;194,55–59
4 Buhl R, Vogelmeier C, Crittenden M et al. Augmentation of reduced glutathione levels in the epithelial lining fluid of the lower respiratory tract by direct aerosol administration of glutathione. Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA 1990;87:4063–4067
5 Wendel A, Cikryt P. The level and half-life of glutathione in human plasma. FEBS Letters 1980;120:209–211

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